Eine Matrix aus Wochentagen und Stunden färben wir nach Abweichung vom saisonalen Median. Dadurch treten ungewöhnliche Nachtaktivität, Samstagsarbeit oder langgezogene Abendspitzen hervor. Ergänzt um Tooltips mit Wetter- und Preisdaten entstehen dichte, aber lesbare Bilder. Nutzerinnen erkennen, wann Verschiebungen beginnen, wie lange sie anhalten und ob sie eher lokal oder breit auftreten. Das erleichtert die Abgrenzung zwischen Einzelfall und strukturellem Wandel.
Statt einzelne Linien zu überladen, zeigen wir Unsicherheitsbänder, die die normale Streuung vergangener Jahre abbilden. Liegt die aktuelle Last stabil außerhalb, ist Aufmerksamkeit gerechtfertigt. Liegt sie innerhalb, mahnt Gelassenheit. Diese Darstellung stärkt risikobewusstes Denken und schützt vor Aktionismus. Gleichzeitig behalten wir die Möglichkeit, spezielle Ereignisfenster zu markieren, damit wichtige Kontexte nicht in der statistischen Wolke verschwinden.
Automatische Alarme sind hilfreich, wenn sie klug sind. Wir verknüpfen Schwellen mit erklärenden Hinweisen: Ist die Abweichung wetterbedingt, preisgetrieben oder betrieblich plausibel? Links zu Meldungen der Netzbetreiber, Notierungen an der EEX und öffentlichen Bekanntmachungen helfen, schnell zu urteilen. Erst wenn mehrere unabhängige Kriterien erfüllt sind, eskalieren wir. Das verringert Fehlalarme und stärkt Vertrauen in das Monitoring.
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